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Am Stein

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Stefan Pittrof

Die Sage vom Ingolstädter Teufelsstein

Veröffentlicht am 16.02.2026

Wer an einem stillen Abend durch Ingolstadts Altstadt geht, spürt bisweilen ein leichtes Frösteln, das nicht allein vom Wind der Donau herrührt. Zwischen Pflastersteinen, Kirchenmauern und jahrhundertealten Fassaden liegt eine Geschichte verborgen, die so alt ist wie der Glaube selbst: die Sage vom Ingolstädter Teufelsstein.

Der Legende nach soll der Teufel höchstpersönlich versucht haben, den Bau des Liebfrauenmünsters zu verhindern. Verärgert über den frommen Eifer der Ingolstädter und gekränkt von der stetig wachsenden Kirche, habe er einen gewaltigen Felsblock aus den umliegenden Hügeln gerissen. Mitten in der Nacht, so heißt es, schleuderte er den Stein in Richtung der Baustelle, fest entschlossen, das Werk ein für alle Mal zu zerstören.

Doch der Plan misslang. Entweder verfehlte der Wurf sein Ziel oder eine höhere Macht lenkte den Stein ab. Statt das Münster zu treffen, soll der Fels unweit davon zu Boden gegangen sein, wo er sich tief in die Erde bohrte. Der Teufel, gedemütigt und rasend vor Zorn, verschwand angeblich mit einem grollenden Fluch in der Dunkelheit. Zurück blieb der Stein – schwer, unbeweglich und von einer eigentümlichen Aura umgeben.

Bis heute erzählt man sich, dass der Teufelsstein eine seltsame Kraft besitze. Manche behaupten, er sei an kalten Tagen überraschend warm, andere berichten von einem leisen Summen, wenn man die Hand auf seine raue Oberfläche legt. Ob Einbildung oder Echo alter Geschichten, lässt sich kaum sagen. Sicher ist nur, dass Generationen von Ingolstädtern an ihm vorbeigingen und ihn dabei stets mit einem gewissen Respekt betrachteten.

Besuchen kann man den Stein mitten in der Ingolstädter Altstadt am Schliffelmarkt, gegenüber des Modehauses ERTL. Perfekt wenn man gerade eh durch die Fußgängerzone bummelt.